Gordon & MacPhail Connoisseurs Choice / Fettercairn 1992 / 46% Vol.

Der Mai ist bisher eigentlich ein April. Wie ich finde genau die richitige Zeit um einen würzigen Highland Whisky zu trinken. Ich habe einen Fettercairn aus 1992 ausgewählt. Abgefüllt wurde dieser für die ( alte ) Connoisseurs Choice Serie aus dem Hause Gordon & MacPhail.  Fettercairn ? Da war doch was? Richtig ! Es kam 2018 ein Fettercairn von Best Dram auf den Markt, welcher wohl den Zusatz “HypeWhisky” verdient hat.  Dieser wurde mit 7jahren und in Fassstärke aus einem 1st Fill Ruby Port abgefüllt. Mein Fall war er nicht:  zu süß zu viel Fass.

Mein heutiger Vertreter ist ( hoffentlich ) das komplette Gegenteil: Refill Sherry Cask und “nur” 46% Vol. . Wobei man sagen muss, dass die damaligen Refill Sherry Fässer meist noch nicht so ausgelutscht waren wie es aktuell der ( meistens ) Fall ist.

Ich habe die Flasche für eine Teilung erstanden und war schon beim Abfüllen der Samples von Geruch angetan, so das ich diesen direkt verkosten musste. Flüssiger Haselnusssirup wogt im Glas hin und her, schmiegt sich ölig an die Glasränder und rinnt gleichmäßig gen Glasboden. Es macht Spaß den Whisky dabei zu beobachten. Währenddessen vernehme ich einen Hauch von Nougatcreme und Rosinen. Je näher ich dem Glas komme, desto stärker werden diesen beiden Gerüche. Jedoch sind diese nicht so stark, dass sie gegen die nun folgende geballte Ladung satter dunkle Früchte ankommen können. Wie bei bei meiner Oma: roter Frucht Kompott mit ein wenig Schlagsahne oben drauf. Abgelöst werden die roten Früchte durch Heidkraut, Eiche und frischem Fudge. Insgesamt eine Nase dir mir Spaß macht, ist sie doch unaufgeregt, geradlinig. Mittlerweile vermag ich es herrlich einfach nennen. Es tut gut jenseits der ganzen Fassstärken, welche zum Teil sehr heftig in der Nase sind, solch einfache Perlen zu haben.

Ich bin gespannt was der Gaumen so Preis gibt: es beginnt zunächst erdig, leicht muffig, und wärmend. Nun beginnt der Speichelfluss, bei mir immer ein gutes Zeichen, den Mundraum, zu füllen. Dieser Fluss bringt Rosinen, Vollkorn Kekse, Eiche, Fudge und eine gewisse Kräutigkeit mit sich. Ganz am Ende kommen die roten Früchte. Und bleiben auch hier recht lange um erneut von den Kräutern abgelöst zu werden. Es beginnt nun ein Wechselspiel zwischen einer leichten Süße und der Grundlegenden Würze. Je länger ich den Dram auf der Zunge lasse, umso mehr bilde ich mir ein frisches Walnussbrot zu schmecken.

Der Abgang ist , zu meiner Enttäuschung , recht kurz ausgefallen. Aber man kann ja nicht alles haben.

Ich bin froh die Teilung gemacht zu haben. Ein Oldschool Whisky ohne viel tamtam. Aber der Fettercairn überzeugt mich mit seiner geradlinigkeit. Da ich noch knapp 18cl über habe, werde ich mich und auch andere damit noch etwas länger erfreuen können.

Sláinte

euer André

May is actually an April so far. I think it’s just the right time to drink a spicy Highland whiskey. I chose a fatcairn from 1992. It was bottled for the (old) Connoisseurs Choice series by Gordon & MacPhail. Fatcairn? There was something? Right ! It came 2018 a Fettercairn of Best Dram on the market, which probably earned the addition “HypeWhisky”. This was bottled at age 7 and in cask strength from a 1st Fill Ruby Port. It was not my taste: too sweet too much influence of the cask.

The today’s representative is (hopefully) the complete opposite: refill sherry Cask and “only” 46% Vol.. But at that time the refill sherry barrels were mostly not exhausted as it is currently the (mostly) case.

I bought the bottle for a bottle share and was already pleased with the filling of the samples of smell, so that i had to tase the whisky directly. Liquid hazelnut syrup swings back and forth in the glass, nestles oily against the edges of the glass and flows evenly to the glass bottom. It’s fun to watch the whiskyy. Meanwhile, I got a hint of nougat cream and raisins. The closer i get to the glass, the stronger these two smells become. However, these are not strong enough that they can hold against the now following concentrated load of rich dark fruits. Like straight from my grandmas kitchen: red fruit compote with a little whipped cream on top. The red fruits are replaced by heather, oak and fresh fudge. Overall, a nose you enjoy, she is calm, straightforward. Meanwhile i can call it wonderfully easy. It does well beyond the whole cask strenghts which are sometimes very heavy  to nose, to have such simple pearls.

I’m curious what the palate is so priced: it starts at first earthy, slightly musty, and warming. Now the salivation begins to fill with me always a good sign, the mouth. This flow brings raisins, wholemeal biscuits, oak, fudge and a certain herbality. At the very end, the red fruits come. And stay here too long to be replaced again by the herbs. It now begins an interplay between a light sweetness and the basic seasoning. The longer I let the dram on the tongue, the more I feel like tasting a fresh walnut bread.

The departure is, to my disappointment, quite short. But you can not have everything.

I am glad to have made the division. An old school whiskey without much fanfare. But the Fettercairn convinces me with its straightforwardness. Since I still have about 18cl, I will be able to enjoy myself and others with it a little longer.

Sláinte

your André

 

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