Heathen Spirits / The Shield Maiden ( Highlands ) & Pagan Soul ( Islay East Coast ) / 54,9% Vol. & 57,8% Vol.

( for english please scroll down )

“Raise your horns, raise them up to the sky
We will drink to glory tonight
Raise your horns for brave fallen friends
We will meet where the beer whisky never ends”

                                              – Raise your Horns / Amon Amarth ( leicht abgeändert 😉 )  –

Während Johann Hegg vorsich her grölt und über epische Schlachten und gelage Sinniert, begebe ich mich auf den Pfad des Whisky Vikings Scott Gordon und verkoste zwei seiner neuesten Abfüllungen. Als Whiskyviking bekannt, verteibt Scott vor allem gebrauchte Whisky Fässer ( in allen Varianten) , Grill Zubehör wie Räucherchips und aller Hand an Merchandise rund um das Thema Whisky. Was liegt näher als seine eigenen Abfüllungen auf den Markt zu bringen. Gesagt getan und seit Anfang März gibt es das Label ” Heathen Spirits ” . Es wurden vier Abfüllungen auf den Markt gebracht. Darunter drei Whiskies und ein Rum. Zwei der Abfüllungen hat mir Scott zur Verkostung zukommen lassen. Vielen Dank dafür !

Ich Päckchen lag zum einen der Pagan Soul ( Islay East Coast ) und zum anderen The Shield Maiden ( Highlands ).

Fangen wir mit der Kriegerin an.  Es handelt sich um einen nicht näher beschriebenen Highland Single Malt welcher 7 Jahre in einem ex- Bourbon Cask reifen durfte um dann noch ein 1jähriges Finish in einem PX Octave Fass zu erhalten. Ich muss sagen, dass mir solche Kombinationen sehr zu sagen. Reine PX Reifungen sind mir meistens zu süß. Ich bin positiv gestimmt das ich hier was feines im Glas haben werde.

Ölig und schwerfällig liegt die bronzene Maid im Glas. Aus dem Glencairn wabern mir rote Früchte und ein wenig Bienenwachs entgegen. Soll es doch ein süßer Schluck werden ?  Ich halte die Nase nun direkt ans Glas. Und ich werde nicht entäuscht. Zu den roten Früchten und dem Bienenwachs gesellt sich eine leicht erdige und würzige Note. Langsam aber stetig schiebt sich das Bourbon Fass in den Vordergrund. Es ist ein schönes zusammenspiel, mal ist das PX vorherschend mal das Bourbon Cask. Nach längerem verriechen und kurz vor dem ersten Schluck habe ich Anklänge von Rumkugeln in der Nase. Herrlich.

Am Gaumen geht es zunächst sehr kräftig gar pfeffrig zu. Nach einer weile wird der Mundraum trocken gelegt. Wie ich finde sehr ungewöhnlich für ein PX Finish. Aber mir sagt es sehr zu. Die dunklen Früchte legen sich cremig auf die Zunge und lassen sich Zeit wieder zu verschwinden. Nun setzt der Speichelfluss ein, und das mit einer wehemenz die für das zarte Alter von gerademal 8 Jahren schon erstaunlich ist. Der Alkohl ist spürbar, aber nicht aufdringlich. Ich würde sagen genau richtig. Habe es auch mit Wasser probiert, aber das könnt ihr getrost weglassen.  Im Abgang ist lang und wärmend und ich muss irgendwie an ein frisches Roggenbrot mit Schokocreme denken…

Jetzt wird es stürmisch. Wir sind mit dem Langboot an Islays Ostküste angelandet. Johann Hegg und seine Jungs schmettern die neuen Songs direkt aufs Ohr. Und ich habe nun den Pagan Soul im Glas. Ein Ostküsten Islay Single Malt mit zarten 5 Jahren alter und satten 57,8% Vol.  ( Indiz für ordentlich Dampf auf dem Kessel ).

Beim einschenken geht mir das Herz auf. Ordentlich Rauch springt aus dem Glas und verbreitet sichim Wohnzimmer. Draussen schüttet es ( wie so oft heute ) aus Eimern. Der Whisky passt also perfekt. Kupfern und auch hier recht ölig gibt er sich.

Die Nase vernimmt erst mal nichts ausser Rauch. Dieser ist leicht phenolisch und speckig. Gepaart mit maritimen Anklägen wie Salz und Tang bildet sich ein Bild welche Distille es wohl sein wird. Ich verieche gleich weiter.  Ich muss erst mal einen Schluck nehmen. Wow. Der ist ja fast brav im Mund. Der Rauch ist da, und wie, aber nichts brennt oder kratzt. Die knappen 58% Vol. sind erstaunlich harmonisch eingebunden. Vanille und Eiche sind die prägenden Aromen. Dazu noch Gerste und eben diese maritimen Noten von Salz und Tang. Die Phenole bilden sich erst nach und nach einen Platz. Ist für mich gerade richtig. Mehr Phenole dürften es für mich nicht sein.

Das zweite Verriechen bringt mich nicht weiter. Das ist aber auch nicht schlimm. Der Pagan Soul ist herrlich einfach und direkt auf die Zwölf. Sowas brauche ich ab und zu. Hier habe ich auch ein wenig Wasser hinzu gegeben. Der Whisky bricht auf und der Rauch geht in der Nase zurück und das Boubon Cask kommt verstärkt durch. Am Gaumen wird er cremiger aber auch zu gleich pfeffrig. Auch hier die empfehlung: trinkt ihn ohne Wasser. Steht ihm einfach besser.

The Shield Maid  hat eindeutig mehr Text abbekommen als der Pagan Soul. Heisst aber nichts. Es sind zwei Abfüllungen die ganz auf Ihre Art , zumindest mich, begeistern. Ich bin dankbar für diese Samples. Die Kriegerin steht nun auf meiner Einkaufsliste, auch wenn es noch etwas dauern wird, wie das halt immer so ist. 😀

Sláinte

euer André

 

While Johann Hegg barks ahead and thinks about epic battles and provisions, I embark on the path of whisky viking Scott Gordon and taste two of his latest bottlings. Known as a Whisky Viking, Scott mainly distributes used whisky barrels (in all variations), grill accessories such as smoked chips and all sorts of merchandise around whiskey. What could be better than putting your own bottlings on the market? Said and done since the beginning of March he launched the label “Heathen Spirits” Four bottlings were launched. Including three whiskeys and a rum. Two of the bottlings has been sent to Scott for tasting. Thanks a lot for this !

The parcel includes at the one hand the Pagan Soul (Islay East Coast) and on the other hand The Shield Maiden (Highlands).

Let’s start with the Shieldmaid. It is an unspecified Highland single malt which was allowed to mature for 7 years in an ex-Bourbon Cask to get a 1 year Finsih in a PX Octave barrel. I have to say that such combinations i like a lot. Pure PX maturations are usually too sweet. I am positive that I will have something fine in the glass here.

Oily and heavy, the bronze maid lies in the glass. From the Glencairn, red fruits and a little bit of beeswax patter against me. Should it be a sweet sip? I now hold my nose directly to the glass. And I will not be disappointed. The red fruits and the beeswax are accompanied by a slightly earthy and spicy note. Slowly but steadily, the Bourbon barrel pushes into the foreground. It’s a nice interaction, sometimes the PX is the Bourbon Cask. After a long while and just before the first sip I have echoes of rum balls in my nose. Glorious.

The palate is initially very strong even peppery. After a while, the mouth is dry. I think it’s very unusual for a PX finish. But it’s very close to me. The dark fruits are creamy on the tongue and allow time to disappear again. Now begins the salivation, and with a pain that for the delicate age of just 8 years is already amazing. The alcohol is noticeable, but not intrusive. I would say exactly right. I also tried water, but you can safely omit it. The finish is long and warm and I have to somehow think of a fresh rye bread with chocolate cream …

Now it gets stormy. We landed with the longboat on Islay’s east coast. Johann Hegg and his boys are blaring the new songs right in my ears. And now I have the Pagan Soul in the glass. An east coast Islay single malt with tender 5 years old and rich 57.8% Vol. (Indication for neat steam on the boiler).

When pouring my heart goes up. Neat smoke leaks out of the glass and spreads in the living room. Outside it pours (as so often today) from buckets. The whisky fits so perfectly. Copper and also here quite oily, he gives himself.

The nose does not hear anything except smoke. This is slightly phenolic and greasy. Coupled with maritime accusations such as salt and seaweed, a picture emerges of which distillery it will probably be. I will continue to fish soon. I have to take a sip first. Wow. He is almost good in the mouth. The smoke is there and how, but nothing is burning or scratching. The scarce 58% Vol. Are surprisingly harmoniously integrated. Vanilla and oak are the defining aromas. In addition, barley and just these maritime notes of salt and seaweed. The phenols are only gradually forming a place. Is right for me. More phenols should not be for me.

The second hiding does not get me any further. That’s not bad either. The Pagan Soul is wonderfully simple and right between the eyes. I need such a dram from time to time. Here I also added a little water. The whiskey breaks and the smoke goes back in the nose and the Boubon Cask comes through reinforced. On the palate, it is creamy but also to the same peppery. Again, the recommendation: drink it without water. That is the better choice.

The Shield Maid clearly got more text than the Pagan Soul. Does not mean anything. There are two bottlings that in your own way, at least me, inspire. I am grateful for these samples. The Maiden are now on my shopping list, even if it will take a while, as it always is. 😀

sláinte

André

 

 

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