Glen Moray / WHIC Nymphs of Whisky Collection / 11yo / 61,9% Vol.

(for the english version please scroll down)

Die Sonne scheint, die Kinder sind draussen, meine Frau sitzt auf dem Sofa und genießt die Ruhe. Zeit um mich den zweiten Dram meiner Whic.de Triologie zu widmen. Auf diesen habe ich mich sehr gefreut, handelt es sich doch um eine meiner liebsten Destillen der Speyside: Glen Moray.

Im Tuath wogt eine fassstarke Single Cask Abfüllung. Abgefüllt wurde der 11jährige Moray mit satten 61,9% Vol. . Das ist eine Hausnummer am Sonntag Nachmittag.  Der Speysider zieht entspannt seine Schlieren am Glas und verströmt ein sehr dichtes Vanille-Tropenfrucht Aroma. Herrlich. Ich halte das Glas nun näher an meine Nase, und die Mischung von Vanille und Tropfenfrüchte findet kein Ende. Weiter hinten habe ich nun frisch geschnittenes Gras und Löffelbiscuit ( die Variante ohne Zucker ).  Je mehr ich micht im Verrriechen verliere, desto weniger wird der Vanille Tropen Mix und wird von die für Glen Moray, zumindest für mich, typische Florale Getreide Note verdrängt und diese bringt ein wenig karamellisierten Kaffee mit sich. Die Anfangs erwähnten 61,9% Vol. nehme ich kaum wahr.

Am Gaumen startet es entsprechend süßlich und dick. Hier spielt das Vanille Aroma nun seine kompletten Karten aus. Das tropische weicht eher den Aromen eines Bergpfirsiches und einem warmen, mit Zimt bestreuten, Birnenkompott von Oma. Der Alkohol schiebt an, wird aber nicht unangenehm. Im Mundraum legt ein Speichelfluss los, welcher so schnell nicht enden möchte. Im zweiten Schluck habe ich nun Röstaromen, wenn auch dezent, und nun eine volle Ladung Getreide. Der Abgang zieht sich durchaus in die Länge und birgt ein Wechselspiel aus Süße und Würze.

Herrlich, so muss ein Glen Moray schmecken. Ohne jeglichen firlefanz. Ehrlich und direkt. Wenn überhaupt habe ich einen kleinen, ja klitzekleinen Negativ Punkt: die Süße. Der Moray ist gerade so an der Grenze zum “zu Süß” werden. Diese Abfüllung war auch recht schnell ausverkauft und ich kann jedem Käufer nur gratulieren, sofern diese nicht in irgendwelchen Sammlungen verstauben. Trinkt diese Abfüllung, sonst habt ihr was verpasst 😉

Meine Wertung: 95/100

Sláinte

euer André

 

P.S.: zum Abschluss meiner Triologie wartet ein 17jähriger Ben Nevis. Ich bin gespannt wie der Abschluss sein wird. Ich halte euch auf dem laufenden….

 

The sun is shining, the children are outside, my wife is sitting on the sofa and enjoys the silence. Time to devote myself to the second dram of my Whic.de trilogy. I was very happy about this, because it is one of my favorite destilleries of the Speyside: Glen Moray.

In the Tuath, a powerful single cask bottling surges. The 11-year-old Moray was filled with a whopping 61.9% Vol. This is a announcement on sunday afternoon. The Speysider relaxes its streaks on the glass and exudes a very dense vanilla tropical fruit aroma. Glorious. I now hold the glass closer to my nose, and the mixture of vanilla and tropical fruits never stops. Further back I have freshly cut grass and spoon biscuit (the variant without sugar). The more I do not lose in the crunch, the less the vanilla tropics mix and is displaced by Glen Moray’s typical floral grain note, at least for me, and this brings a little caramelized coffee with it. The initially mentioned 61.9% Vol. i didn´t hardly notice.

On the palate it starts according to sweet and thick. Here, the vanilla flavor plays out her entire strength.The tropical gives way to the aromas of a mountain peach and a warm, cinnamon-strewn pear compote from grandma. The alcohol pushes on but does not get unpleasant. In the mouth creates a salivation, which does not want to end so fast. In the second sip, I now have roasted aromas, albeit discreetly, and now a full load of grain. The finish is quite lengthy and contains an interplay of sweetness and spice.

Gorgeous, that’s how a Glen Moray must taste. Without any extras. Honest and direct. If anything I have a small, even tiny negative point: the sweetness. The Moray is just on the verge of becoming “too sweet”. This bottling was also sold out quite quickly and I can only congratulate each buyer, unless they dust in any collections. Drink this bottling, otherwise you have missed something. 😉

My rating: 95/100

Sláinte

your André

P.S .: to conclude my trilogy is a 17-year-old Ben Nevis. I’m curious how the final will be. I will keep you up to date….

 

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