Douglas Laing / Old Particular / Glen Moray 10yo / 66,7% Vol.

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Hay, good scotish weather, the rain comes slightly from the side.

Draussen tobt ein Frühjahrs Sturm samt der oben zitierten schottischen Regenvariante.  Für mich perfekt einen neuen Whisky zu besprechen. Über die Kopfhörer lausche ich den neuesten Werken von Dream Theater und betrachte meinen Dram. Einen 10jährigen Glen Moray aus dem Hause Douglas Laing. Dieser wurde für die Old Particular Serie abgefüllt. Aufgrund der Farbe avancierte auch dieser, wie zuvor der 22 jährige Inchgower, zu einem ( gehypten ) Objekt der Begierde und war sehr zügig ausverkauft bzw. schoss der Preis in die Höhe. Der Ausgabepreis lag bei € 75,- und nun pendelt ( sofern noch zu bekommen ) er sich bei€ 100,- ein.  Da ich Glen Moray sehr gerne mag, habe ich auch einen kurzen Moment mit einer Flasche geliebäugelt. Mich jedoch dann dagegen entschieden und auf eine Flaschenteilung gewartet.  Nun schwenke ich ihn im Glas und vernehme ganz feine und grazile Schlieren. Der Farbton kommt auf den Produktfotos und in der Großflasche dunkler daher als er in wirklichkeit ist. Ich würde ihn ein Orangbraunen Farbton attestieren. Dieser jedoch recht dunkel ist.

Ich versuch mich zunächst dem Dram ohne Zugabe von Wasser zu nähern. Bei 66,7% Vol. und gerade mal 10 Jahren Alter ein gewagtes unterfangen. So kommt es wie kommen muss: ein heftiges Stechen habe ich in der Nase. Es dauert doch eile Weile bis sich das Ganze gelegt hat. Nun vernehme ich Orangen-Zimt-Kuchen gepaart mit Menthol Bonbons. Okay, ich breche ab. Der Alkohol ist mir zu heftig. Ich gebe Wasser hinzu. Und lasse es sichin Ruhe mit dem Whisky vermählen. Nach gut fünf Minuten wage ich einen zweiten Anlauf. Siehe da, der Alkohol ist kaum noch spürbar und der Moray wird deutlich angenehmer. Nussige Sherry Aromen strömen mir entgegen. Und da ist ein Geruch der mich direkt an meine Oma denken lässt: Obstkaltschale frisch aus Omas Küche. Schön. Malz und Gerste runden das Ganze ab.

Am Gaumen geht es, trotz der Zugabe von Wasser, sehr kräftig und prickelnd zur Sache.  Frisches Pflaumenmus an Zimtschnecken ist das erste was mir in den Sinn kommt. Nach einer starken Ladung von Eiche und Würze habe ich noch so etwas wie gerade angemachten Sauerteig am Gaumem. Nun bildet sich eine Schärfe aus die ich Richtung weißem Pfeffer einsortiere. Der Abgang ist recht Scharf mit ganz viel Ricola Kräuterbonbon.

Dieser Glen Moray ist , ja wie soll ich es Beschreiben, ein richtiger Krawallbruder. Ungestühm und einfach mitten auf die Zwölf. Definitiv keiner für zwischendurch.

 

Meine Wertung : 84 / 100

 

P.S.: Das neue Album von Dream Theater kann man sich sehr gut anhören 😉

 

Hay, good scotish weather, the rain comes slightly from the side.

Outside, a spring storm rages along with the Scottish rain variant quoted above. Perfect for me to discuss a new Whisky. Over the headphones I listen to the latest works of Dream Theater and watch my dram. A 10 year old Glen Moray from Douglas Laing. This was bottled for the Old Particular series. Because of the color, this one, like the 22-year-old Inchgower, became a (hyped) object of desire and was sold out very quickly, or the price shot up. The issue price was € 75, – and now commutes (if still available) at € 100, -. Since I really like Glen Moray, I also flirted with a bottle for a short moment. But I then decided against it and waited for a bottle share. Now I wave it in the glass and hear very fine and graceful streaks. The color tone is darker on the product photos and in the large bottle than it is in reality. I would attest him an orange-brown shade. This, however, is quite dark.
I first try to approach the dram without adding water. At 66.7% Vol. and just 10 years old age a daring venture. That’s how it’s got to be: I have a big stinging sensation in my nose. It takes a while until the whole thing has settled. Now I hear orange cinnamon cake paired with menthol candies. Okay, I take a break. The alcohol is too intense for me. I add water. And let it mingle in peace with the whiskey. After a good five minutes, I dare a second attempt. Behold, the alcohol is barely noticeable and the Moray is much more pleasant. Nutty sherry aromas pour into my mouth. And there’s a smell that makes me think directly of my grandmother: fruit cold shell fresh from granny’s kitchen. Nice. Malt and barley complete the whole thing.
The palate is, despite the addition of water, very strong and tingling to the point. Fresh plum jam on cinnamon buns is the first thing that comes to my mind. After a heavy load of oak and spice, i still have something like straight sourdough on the palate. Now a sharpness is formed which i sort of direction white pepper. The finish is quite sharp with a lot of Ricola herbal candy.
This Glen Moray is, how shall I describe it, a real ruffian brother. Unmoved and slap directly into your face. Definitely no one in between.
My rating: 84/100
P.S.: You can listen to the new album of Dream Theater very well;)

 

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