Scottish Barley Chestnut / Classic Laddie / 48% Vol.

( English Version below )

Private Veredelungen bei Whisky. Ja oder nein ? Daran scheiden sich oft die Geister. Ich bin auf der Seite derer, welche ich aufgeschlossen gegenüber privaten Veredelungen zeigen. Heute möchte ich ein solches Prjekt mit euch bzw. für euch verkosten. Es handelt sich um ein Classic Laddie welcher für genau zwei Wochen in einem 1st Fill Kastanienholz Fass nachgelagert wurde.  Da ich den Classic Laddie als schönen und schnörkellosen Islay Whisky, welcher Anfangs im Glas ein wenig unbeholfen im Glas daher kommt, in Erinnerung habe, habe ich nicht gezögert und mir bei Karsten Schiemann von kroite.de ein Sample der Veredelung bestellt. Was mir direkt ins Auge fällt: nach zwei Wochen Lagerung im Kastanienholz Fass, scheint der Laddie 2% seiner Alkoholstärke verloren zu haben und ist mit 48% Vol. auf dem Label vermerkt. Farblich hat sich etwas, wie nicht anders zu erwarten, ein wenig getan. Der Laddie ist nun ein wenig dunkler geworden.

Schon beim Schwenken im Glas vernehme ich den vertrauten Laddie Duft. Salzig maritim mit einem Schuß Gras und Stroh. Hält man das Glencairn länger an die Nase wabert Heidehonig und süßes Malz entgegen. Es schleichen sich erste Zweifel ein: wo soll das Finish sein ? Diese werden aber schnell bei Seite gelegt. Da ist es, ein schöner dezenter Anklang von Kastanienholz. Anders als bei frischen Eichenfässern ist dieser nicht so überlagernd. Mir gefällt dieses Zusammenspiel ganz gut.

Am Gaumen erkenne ich den sonst so frischen Klassiker nicht direkt wieder. Die zwei Wochen im Fass haben Ihn weicher, ja fast cremiger werden lassen. Warm breitet er sich im Mundraum aus und gibt die klassischen Aromen frei. Diese erscheinen nun allesamt gesetzter harmonischer. Das salzig, frische ist ein wenig auf der Strecke geblieben, aber das ist in diesem Fall in Ordnung. Durch die holzigen Aromen wirkt er adstringierend und legt alles trocken. Der Abgang ist jedoch wieder Speichefluss anregend und warm.

 

Dieses Beispiel zeigt mir wieder einmal: Seid offen für neues. Auch ein Klassiker kann dadurch zum positiven verändert werden. Karsten, ich behalte deine Veredelungen definitv im Auge.

Sláinte

euer André

 

( English Version )

Private enhancements to whiskey. Yes or no ?  I am on the side of those who are open to private refinements. Today I would like to taste such a project with you or for you. It is a Classic Laddie which was stored for exactly two weeks in a 1st Fill chestnut wood cask. In my thoughts the Classic Laddie is as a beautiful and straightforward Islay whisky, which initially in the glass a little bit clumsy in the glass , I did not hesitate and ordered a sample of the finishing at Karsten Schiemann from kroite.de. What I noticed directly: after two weeks refinement in the chestnut wood cask, the Laddie seems to have lost 2% of its alcohol strength and is noted on the label with 48% Vol. . In terms of color, something has not changed, as you would expect. The Laddie has now become a little darker.

Already while the Dram swings in the glass I smell the familiar Laddie fragrance. Salty maritime with a shot of grass and straw. If one holds the Glencairn longer on the nose heaves honey and sweet malt against. First doubts creep in: where should the finish be? These are quickly put aside. There it is, a nice decent hint of chestnut wood. Unlike fresh oak barrels this is not so overlapping. I like this interaction quite well.

On the palate, I do not recognize the otherwise so fresh classic directly again. The two weeks in the barrel have made him softer, almost creamier. Warm it spreads in the mouth and releases the classic flavors. These now appear all set harmonious. The salty, fresh has fallen a little by the wayside, but that’s fine in this case. The woody aromas make it astringent and dry everything. The finish is, however, again flow of stimulating and warm.

This example shows me again: be open to new. Even a classic can be changed to a positive one. Karsten, I keep your finishing definitely in the eye.

Sláinte

your André

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