Irish Pogo

Hallo zusammen,

mitte Oktober wurde von Irish Whiskeys auf Facebook ein Gewinnspiel gestartet. Als Gewinn wurden zwei Samples vom Ballyhoo Single Grain und des Brothership Blended Whiskey ausgesprochen. Man sollte lediglich folgendes beantworten: Verrate uns, warum gerade du diese Proben verkosten möchtest und lande in dem Lostopf.  Meine Antwort darauf: Weil meine kleine Weltreise auf andresfeinenotes.de noch lange nicht zu Ende ist. Und Irland bisher zu kurz gekommen ist.

Wie Ihr euch denken könnt habe ich ein Set gewonnen und möchte mit euch auf die grüne Insel, und auch zum Teil, in die USA reisen.

Ballyhoo Single Grain / 43% Vol. / 4 Jahre

Die Farbe des Grains mag ich als Weisweinschorle, mit einem leichten Stich ins rote bezeichnen. Das rötlich kommt von einem 12wöchigem Finish in einem Portweinfass.

An Aromen kommt beim schwenken des Glases zunächst ganz wenig. Ich lasse den Grain ein wenig Atmen. Nach ca. fünf Minuten gehe ich wieder ganz nah an das Glas heran. Nun kommt eine leichte Muffigkeit zu Tage. Diese führe ich auf das Finish zurück. Nachdem sich diese gelegt hat, kommen zaghaft dunkle Früchte gen Nase.  Und auch die für Grains typische süße ist präsent. Die bei Grains durchaus vorkommenden metallischen Anklänge fehlen hier komplett. Großes Lob. Bei einem so jungen Grain ist das schon eine gute Leistung.  Dennoch finde ich die Nase doch recht verhalten.

Am Gaumen geht es zunächst sehr mild zu Gange bevor es am Zungenrang leicht prizelt. Neben den zarten Aromen des Portweinfasses habe ich auch hier das muffige und die süße des Grains. Der Eindruck am Gaumen ist quasi eins zu eins dem der Nase. Der Abgang ist entsprechend kurz und flach. Mehr kann man bei einem 4jährigen nicht verlangen.

Mich spricht diese Grain nicht komplett an, dafür hatte ich wohl zu hohe erwartungen an das Finish im Portfass. Soll aber nicht heißen das es ein schlechter Grain ist, nur trifft er nicht meinen Geschmack.

Meine Wertung 79/100

Ballyhoo Single Grain

Brothership Blended Whiskey / 45% Vol. / 10 Jahre

Nun kommen wir zu einem sehr interessanten Dram. Dieser ist ein Blend von einem 10jährigen Single Malt aus Irland und einem 10jährigen amerikanischen Whiskey. Das Verhältnis liegt bei 52% Irland zu 48% Amerika. Soweit ich weiß ist es der einzige Blend dieser Machart.  Farblich habe ich einen leichten Braunto im Glas. Die Konsistenz ist ölig. Beim schwenken des Tuaths´ vernehme ich eine ganz dezente Rauchnote. Diese , so denke ich , kommt vom ausgekohlten Fass des Amerikaners. In Kombination mit den Aromen von Zitronenschale, Karamell, und hellen Früchten ergibt es eine ausergewöhliche Nase. Interessant.

Am Gaumen habe ich sofort ein potpurrie aus tropischen Früchten. Hinzu gesellt sich ein Zitronen-Orangen-Sorbet. Hat was von Karibik. Nach dem sich das karibische Gefühl gelegt hat, kommt das Bourbon Fass durch. Das leicht rauchig süße Eichen Aroma. Eine schöne Kombination. Der Abgang ist relativ lang und würzig.

Ein interessanter Dram welcher die milde Irlands mit der würze von den würzigen Bourbons der USA vereint. Sehr ausgewogen das Ganze. Auch hier hält sich die Vielschichtigkeit in Grenzen, aber es muss ja auch nicht immer ein Dram sein über den man Stundenlang philosophiert. Ich muss sagen das mir der Blend durchaus gefällt.

Meine Wertung : 87/100

Brothership Blended Whiskey

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