Glen Moray / Scottish Roadsign Edition / 55,3%

Hallo zusammen,

neulich habe ich euch ja hier den Port Charlotte aus der Scotish Roadsign Edition vorgestellt. Heute soll es nun die zweite Abfüllung aus dem Hause Flickenschild sein: der Glen Moray

Dieser durfte 9 Jahre in einem Bourbon Fass reifen wurde mit 55,3 % abgefüllt. Für Glen Moray ein besonders hoher Alkoholgehalt. Die original Abfüllungen werden, Massentauglich, mit 40% vol. abgefüllt.

Die 9 Jahre im Bourbonfass machen sich von Anfang an bemerkbar. Süße Vanille dringt aus der Flasche. Der Grundcharakter von Glen Moray, leichter Rauch gepaart mit einer Kräuternote, ist erhalten geblieben. Nur kommt dieser, dank der Fassstarkenabfüllung, stärker als gewohnt zu Geltung. Richtig ungewohnt für Glen Moray.  Was ich irgendwie noch in der Nase habe, ist der Geruch von Kings Peppermint. Die gibt es an jeder gut sortierten Holländischen Supermarktkasse.

Im Mund gibt sich der Moray ölig. Der Alkohol kribbelt nur ganz sanft. Die Süße kommt sofort zum Vorschein und bringt die Vanille mit sich. Diese wandelt sich dann in frisches Karamellfudge. Der von mir oben erwähnte leichte Rauch, ist hier nicht zu finden. Allerdings Birne und eine gewisse Würze. Allerdings kann ich diese Würze nicht näher definieren.  Anders als der Port Charlotte, legt dieser Dram den Mundraum nicht trocken.  Im Gegenteil: der Abgang ist süß und doch recht lang. Der Speichelfluss ist, zu mindest bei mir, enorm.

Bevor ich diese Notes geschrieben habe, hatte ich den Kollegen schon einmal im Glas. Beim ersten Dram habe ich mich, aufgrund der Süße, schwer getan mich mit ihm anzufreunden.  Nun muss ich sagen, er wird immer gefälliger. Ich bereue es definitiv nicht,  diese Teilung ins Leben gerufen zu haben.

Meine Wertung : 86/100

Slàinte mhath

euer André

 

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